Wortwechsel

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat eine Idee, wie dem schlechten Ruf von Hartz IV beizukommen ist: durch einen Namenswechsel. Materiell soll sich nichts ändern. Bei solchen Vorschlägen fühle ich mich vera….t. Im Stil von Giovanni Trappatoni frage ich mich: “Was erlauben von der Leyen? Ist Politik in Berlin wie Flasche leer?”

Chat Atkins hat als Ersatz für Hartz IV übrigens ‘Oh, wie fein’ vorgeschlagen. Auch ich habe mir Gedanken gemacht, wie Frau von der Leyen mit einer Wortschöpfung helfen kann. Hier sind einige Creationen aus meinem Neusprechlabor: Lebensphase der beruflichen Neuorientierung, Perspektivzeit, Vorjobphase, Qualifikationszeit, Phase der Optionenfindung. Joberwartungszustand. Arbeitlose sollte man bei der Gelegenheit auch gleich anders benennen: als Bundesarbeitsmarktreserve oder als Perspektivbeschäftigte.

Frau von der Leyen wird keinen Erfolg haben mit einer neuen Wortschöpfung. Schon Hartz IV ist ja ein eher inoffizieller Begriff, der sich im Sprachgebrauch gegen AlgII (Arbeitslosengeld II) durchgesetzt hat. Hartz IV ist einprägsam und wird bleiben. Anstatt Phantomdebatten zu initiieren, sollte die Politik sich weniger ums Image sorgen sondern um die reale Situation der Langzeitarbeitslosen.

“Ich habe fertig.”

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