Menschen sterben und hinterlassen Schulden. Das kommt vor. Ist der oder die Verstorbene aus den USA, kommt das häufiger vor als in anderen Teilen der Welt, gerade in diesen Zeiten.
Für amerikanische Gläubiger ist das aber nicht unbedingt ein Grund, das Geld abzuschreiben. Man kann ja Angehörige bitten, für die Schulden aufzukommen, auch wenn dazu rechtlich keine Verpflichtung besteht.
Für die heikle Aufgabe, die Angehörigen zur Zahlung zu überreden, gibt es in den USA spezielle Firmen, z.B die DCM, die David Streitfeld in der New York Times vorstellt. Die Firmen sind im Prinzip Call-Center mit speziell ausgebildeten Agenten. Die Agenten lernen in einer dreiwöchigen Ausbildung eien Gesprächstechnik, die die Firma als emphathisch-aktiv- zuhörend bezeichnet. Die Hinterbliebenen, die zahlen, verspüren eine moralische Verpflichtung, wollen Ärger aus dem Wege gehen oder wissen gar nicht, das sie juristisch oft zu gar nichts verpflichtet sind.
Die amerikanische Kreditwirtschaft profitiert so gewissermaßen vom Ableben einiger Schuldner. Wenn ein Kredit im Leben nicht zurückgezahlt worden wäre, klappt es plötzlich hinterher mit der Tilgung. Ein makaberes Geschäft. Aber in Zeiten, in denen Bankpleiten in den USA Alltag sind, strecken sich die Gläubiger nach jedem Dollar.
Quelle:
You’re Dead? That Won’t Stop the Debt Collector , New York Times vom 3. März 2009, Autor: David Streitfeld
My Way Forward: Ratgeberseite des Unternehmens DCM für Angehörige von Verstorbenen
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Die Art der Maßnahme errinert mich an die Versicherer von [...]. Früher dauerte die Ausbildung dort auch ein Paar Wochen. Allerdings nach gewisser Zeit wurde diese Aktion vom Gesetzgeber verboten, da die meisten Versicherer über keine richtige Ausbildung verfügten, infolge dessen die Versicherten über die Produkte geklagt haben.