Adieu

Die Domain dieses Blogs werde ich demnächst löschen. Aber damit werde ich das Bloggen nicht aufgeben. Es geht schon jetzt weiter unter der Domain www.andreas-pramann.de.

Kategorie(n): Allgemein

Zum Zusammenhang von Lebenserwartung und Einkommen

Die Lebenserwartung von Geringverdienern ist in Deutschland zwischen 2001 und 2010 um zwei Jahre gesunken, von 77,5 auf 75,5 Jahre. Gründe dafür sind meiner Meinung nach unter anderem Reformen im Gesundheitssystem und die armutsbedingte Ernährung. Zum einen schreckt die Praxisgebühr vom Arztbesuch ab. Besonders in der zweiten Monatshälfte, wenn das Geld langsam knapp wird, wird sich mancher den Gang zum Arzt sparen und sich mit einer Erkältung erst mal durchschleppen, manchmal zu lange. Zum anderen mag die Ernährung eine Rolle spielen. Es gibt zwar hilfreiche Ratschläge beipielsweise zum Kochen mit Hartz IV. In der Praxis ist aber oft gegen Ende des Geldes noch relativ viel Monat übrig, so dass die Ernährung etwas einseitig wird. Man mag einwenden, mit etwas Selbstdisziplin ließen sich solche Probleme lösen. Aber über Jahre hinweg ist das nicht so einfach. Und diejenigen, die hier wohlfeile Ratschläge geben, sollten froh sein, ihre Tipps nicht in der Praxis erproben zu müssen.

Der genannte Zusammenhang lässt sich mit den benutzten Daten nicht belegen, wie Björn Schwentker erläutert:

Lebenserwartung von Geringverdienern steigt, Demografie-Blog vom 14.12.2011

Eine Interpretation der Argumente von Björn Schwentker bietet egghats blog:

ARM-STIRBT-EHER-”STUDIE” DER LINKEN NUR EIN STATISTIK FAIL?, egghats blog vom 14.12.2011, Autor: Dieter Meyeer

Kategorie(n): Allgemein

Unbehagen

Der Jahreswechsel naht.
Grübeln.
Wie ist das letzte Jahr gewesen?
Alles in Allem: eher unbefriedigend.
Ansprüche aller Orten.
Ich erfülle brav, was verlangt wird.
Und trete auf der Stelle.

Zeit, dass sich was dreht.

Kategorie(n): Allgemein

Es kann schnell gehen: …

…der Verlust der Wohnung bei Hartz-IV-Beziehern. Gerät man einmal in die Miesen, kommt man mit dem Regelsatz allein kaum wieder heraus. Ist man in einer Wohnung, die teurer ist als der Wohnkostenzuschuss, ist auch der Umzug keine Alternative, denn dafür erhält man keine Unterstützung. Abhängig von der Geduld des Vermieters ist man schneller wohnungslos als sich viele das vorstellen können.

Creezy, der Fotografin und Bloggerin vom Blog Holy Fruit Salad, ist das jetzt passiert. Sie stand vor ihrer ausgeräumten Wohnung, ist aber vorerst bei Freunden untergekommen. Unter dem Artikel, in dem Creezy ihre Situation beschreibt, rieten Kommentierende, allen Stolz beiseite zu lassen und auf ihren Blog mit einem Spendenbutton um Unterstützung zu bitten. Der Button ist installiert. Wer hat, der kann jetzt geben.

Was Creezy da beschreibt, kann ich sehr gut nachvollziehen. Ohne ins Detail gehen zu wollen, kann ich sagen, dass ich einmal fast in derselben Situation gewesen bin, aber eben nur fast. Das Schlimmste ließ sich gerade noch abwenden.

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Das es irgendwann passieren würde, hatte ich erwartet, nur nicht, dass es so schnell kommen würde. Ich meine die am heutigen Tag teilweise geplatzte Platzierung einer deutschen Staatsanleihe am Kapitalmarkt.

Das Bild einer schönen Frau. Studium an der Georgia Augusta. Wohnhaft in Augusta, Georgia. Mit diesen Details erhielt ich eine Anfrage auf Facebook. Ich muss sagen, dass ich etwas irritiert bin. Wurde hier ein Fake-Account zusammengebastelt oder ist die Person real? Da ich mir überhaupt nicht sicher bin, wen ich da vor mir habe, bleibt die Anfrage vorerst in der Warteschleife.

Nicht so laut bitte

Es ist mir vor Jahren aufgefallen und mit der Zeit zunehmend lästig geworden. Habe ich mir die Lautstärke einer Fernsehsendung passend eingestellt, erscheint mir die Werbung, die die Sendung unterbricht oder am Ende der Sendung folgt plötzlich sehr laut zu sein. Dann fühle ich mich von etwas Geilem oder ganz Tollem fast erschlagen. Diese laute Werbung ging offenbar auch anderen Leuten auf die Nerven. Es gab Beschwerden. Daraufhin hat die EBU, der Verband der öffentlich-rechtlichen Sender in Europa, reagiert und eine Richtlinie herausgebracht, die die Angleichung der Lautstärke von Werbespots bzw. des subjektiven Eindrucks der Lautstärke an das übrige Programm herstellen soll. ARD und ZDF werden diese Richtlinie umsetzen. Private Sender prüfen zur Zeit, ob sie dem Beispiel folgen.

Quelle:

ARD und ZDF drehen die Werbung leiser, W&V vom 15.11.2011

Kategorie(n): Allgemein

Von Geld und Macht

Wer sich fragt, warum in den USA die Bewegung der Tea Party an Bedeutung gewinnt und über die Republikanische Partei viele Parlamentssitze gewinnt, erhält Antworten in dem folgenden Bericht aus der Reihe People & Power des Fernsehsenders Al Jazeera. Der Film beleuchtet die politischen Aktivitäten der Gebrüder Koch, zwei schwerreicher Industrieller: ihre finanzielle Untertstützung der Tea Party, ihre politischen Organisationen, ihre think tanks und ihre Förderung genehmer Kandidaten bei Wahlen. Ihr Ziel ist es, Behinderungen des freien Marktes zu beseitigen und den Einfluss des Staates auf die Wirtschaft auf das Nötigste zubegrenzen. So kämpften sie vehement gegen die von Präsident Obama durchgesetzte allgemeine Krankenversicherung. Bei den kommenden Präsidentschaftswahlen könnte auch dank ihres Geldes wieder ein Republikaner Präsident werden.

The Koch Brothers, Al Jazeera vom 27.10.2011, Reporter: Rob Abeshouse (ca. 25 min)

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Öffentlichkeitsarbeit

An diesem Wochenende werde ich wieder einmal eine gedruckte Zeitung kaufen: die Wochenendausgabe der taz. Darin berichten Martin Kaul und Sebastian Heiser über eine Kampagne der Düsseldorfer Kommunikationsagentur Deekeling Arndt Advisers (DAA) im Auftrag des Deutschen Atomforums in den Jahren 2008 und 2009. Ziel der Kampagne war es, eine positive Grundstimmung für die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken zu schaffen. Der folgende Artikel der beiden Autoren im rechercheblog bietet weitere Informationen: Links zu Unterlagen der Agentur DAA und die Stellungnahme eines Mitglieds der DAA-Geschäftsführung als PDF und Details zur Rolle eines Gutachters.

Die Geheimpapiere der Atomlobby, rechercheblog vom 28.10.2011, Autoren: Martin Kaul & Sebastian Heiser

Kategorie(n): Medien, Politik

The 3,037,348,163rd

Auf der Seite der BBC lässt sich errechnen, der wievielte Erdenbürger man schätzungsweise bei seiner Geburt war. Demnach war ich die Nummer 3.037.348.163. Von den insgesamt seit 50.000 v.Chr. gelebt habenden und lebenden Menschen bin ich Mensch Nummer 76.687.107.007.

Ein heute um 8:40 Uhr Neugeborenes Kind ist der 6.996.867.315 Mensch auf diesem Planeten, der 83.214.560.807 seit 50.000 v. Chr. 8,4% aller Menschen der letzten 52.000 Jahre leben also heute. In meiner Lebenszeit (seit 1960) hat sich die Zahl der Menschen mehr als verdoppelt von drei auf sieben Milliarden. In den letzten fünfzig Jahren ist die Bevölkerungszahl explodiert.

Die oft geäußerte Sorge über die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland erweist sich in der globalen Perspektive als unbegründet. Die maßvolle Schrumpfung der Bevölkerungszahl hierzulande scheint mir sogar eine angemessene Antwort auf die Lage in der Welt zu sein. Die sozialen Probleme in Ländern mit Überbevölkerung sind sicherlich schwerwiegender als die Probleme unserer demographischen Entwicklung. Andere Länder haben mit dem Hunger zu kämpfen. Wir sorgen uns um die Rente. Während in China der Staat Geburten mit Zwangsmaßnahmen einzudämmen versucht, kann man derzeit bei uns so viele Kinder haben, wie man will, und ändert damit trotzdem nichts an der sinkenden Gesamtzahl.

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